• Huston, wir brauchen Unterstützung

"Houston, wir brauchen Unterstützung!"

JANUS Mars-Challenge
Wir stellen vor: Die Jury!

Bis zum 28. Februar 2022 hatten die Teilnehmer Zeit, Ihre Idee für den Mars-Fahnenmast einzureichen. Und die Teilnehmer waren fleißig und haben kreative Entwürfe erarbeitet. Wir sind völlig hin und weg! Eine Idee kreativer und innovativer als die andere. Da einen Gewinner zu küren scheint unmöglich! Daher unser Hilferuf: "Houston, wir brauchen Unterstützung!"

Dieser wurde erhört! Wir haben eine Jury gefunden, die wir an Bord beamen können und die uns bei der Sichtung unterstützt und die beste Idee ermittelt.

Lernen Sie unsere Jury kennen und erfahren Sie, nach welchen Kriterien diese die Auswahl vornimmt:

Christoph Hauck


Christoph Hauck
Chairman of the board VDMA working group additive manufacturing

Als erstes Jury Mitglied dürfen wir Christoph Hauck vorstellen. Als Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgruppe Additive Manufacturing im VDMA kennt sich Herr Hauck mit Innovationen vor allem in der Fertigungsindustrie aus. Der 3D-Druck gilt längst nicht mehr nur als Trend, sondern hält Einzug in die Fertigungsindustrie, insbesondere in der Einzel- und Kleinserienproduktion. Die additive Fertigung ermöglicht es auch, komplexe Teile wirtschaftlich zu fertigen. Ein Grund, warum wir uns bei der Fertigung des Mars-Fahnenmastes durch Unterstützung von Herrn Hauck für eine hybride Fertigungstechnologie entschieden haben. Wir freuen uns, dass wir Herrn Hauck nicht nur als Berater, sondern auch als Jury Mitglied gewinnen konnten.

 

Herr Hauck, was haben Sie gedacht, als Sie von der Mars-Challenge erfahren haben?

Man hört gerade viel von Elon Musk und seinem Vorhaben, den Mars zu besiedeln, aber so richtig beschäftigt hatte ich mich mit der Mars-Mission nicht. Aber als die Anfrage kam, ob ich als Berater und Jury Mitglied die JANUS Mars-Challenge begleiten würde, konnte ich natürlich nicht Nein sagen. Man muss groß Denken und Innovationen fördern. Daher finde ich die Idee, einen Mars-Fahnenmast zu entwickeln, äußerst kreativ und gelungen!
 

Der Mars-Fahnenmast soll alles andere als gewöhnlich sein. Auf was kommt es Ihnen bei dem Fahnenmast an und nach welchen Kriterien entscheiden Sie?

Der Mars-Fahnenmast sollte definitiv eine starke Weiterentwicklung hinsichtlich Material, Gewicht und Design zum Mond-Fahnenmast von 1969 sein. Deshalb empfehle ich als Material auch eine Titan- bzw. Nickelbasislegierung für die Fertigung. Maßgebend für mich ist die Dauerbeständigkeit des Mastes in Bezug auf die widrigen Umgebungsbedingungen auf dem Mars, zusätzlich natürlich maximale Einsparung von Gewicht bei gleichbleibenden mechanischen Eigenschaften und einem innovativen Design.
 

Im Rahmen der Mars-Challenge soll eine Idee Realität werden. Damit dies möglich ist, haben Sie eine Kombination aus additiver und zerspanender Fertigung für die Umsetzung des Mars-Fahnenmastes empfohlen. Welche Vorteile sehen Sie in dieser hybriden Fertigungstechnologie?

Da die Teilnehmer bis auf wenige Vorgaben gestalterische Freiheit haben, können spannende, aber auch komplexe Ideen entstehen, die sich mit herkömmlichen Fertigungsverfahren nicht ohne Abstriche umsetzen lassen. In der hybriden Fertigungstechnologie sehe ich eine Verschmelzung der Vorteile der additiven Technologie wie Designfreiheit, Gewichtsreduktion und die Nutzung neuartiger Werkstoffe mit den Vorteilen der subtraktiven Technologie, wie Toleranzen und Oberflächengüte. Dieser Ansatz stellt ein Novum zu den bisherigen und klassischen Wertschöpfungsströmen dar.

 

Vielen Dank, Herr Hauck. Wir sind gespannt, welche Fahnenmast-Idee Sie zusammen mit Herrn Grünewald, unserem zweiten Jury-Mitglied auswählen werden.


Armin Grünewald
Vice President Strategy and Portfolio Management Manufacturing Engineering Software
Siemens Digital Industries Software

Als zweites Jury Mitglied dürfen wir Armin Grünewald von Siemens Digital Industries Software vorstellen. Als Vice President im Bereich Strategie und Portfolio Management beschäftigt sich Herr Grünewald täglich mit Innovationen und der digitalen Transformation der Fertigungsindustrie. Wir freuen uns, dass wir Herrn Grünewald als Jury-Mitglied für die Mars-Challenge gewinnen konnten.
 

Herr Grünewald, was haben Sie gedacht, als Sie von der Mars-Challenge erfahren haben?

Mein erster Gedanke war, „etwas verrückt… was haben die JANUS-Leute da vor?“
Das ist schließlich nichts Alltägliches, was es ja aber auch nicht sein soll.
 

Genau, der Mars-Fahnenmast soll alles andere als gewöhnlich sein. Auf was kommt es Ihnen bei dem Fahnenmast an und nach welchen Kriterien entscheiden Sie?

Bei Siemens Digital Industries Software durfte ich schon einige Hackathons begleiten und habe daher schon etwas Erfahrungen gesammelt im Hinblick auf die Ideenbewertung. Bei der Auswahl des Mars-Fahnenmastes ist es für mich eine Mischung aus:

  • Innovation → das Design, aber auch die Gedanken dahinter, der Fahnenmast sollte den Gegebenheiten auf dem Mars standhalten können
  • Realisierbarkeit → schließlich soll der Fahnenmast auch gefertigt werden
  • Nutzen → Effizienz spielt bei der Besiedlung eines neuen Planeten eine wichtige Rolle, das kann schon beim Fahnenmast anfangen
  • Präsentation → wir machen uns durch die eingesendete Skizze oder das 3D-Modell ein Bild des Fahnenmastes, für mich ist aber auch die Beschreibung der Idee wichtig, um diese noch besser zu verstehen.

Im Rahmen der Mars-Challenge sollen Ideen Realität werden. Die Entwicklung und Fertigung des Mars-Fahnenmastes ist keine alltägliche Produktentwicklung, aber sicher stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, wie sie eine Produktidee verwirklichen können. In diesem Zusammenhang fällt immer wieder der Begriff „digitaler Zwilling“.

Was verbirgt sich für Siemens hinter dem Schlagwort „Digitaler Zwilling“ und welchen Beitrag kann Siemens zur Produktentwicklung und Realisierung leisten?

Digitale Zwillinge sind virtuelle Ebenbilder der Produkte, Maschinen, Prozesse oder gar ganzer Produktionsanlagen.

Für Siemens Digital Industries Software ist der „Digitale Zwilling“ das Kernstück unserer Vision und Lösungen. Wenn wir es schaffen, die Realität sowohl für das Produkt, die Fertigungsprozesse und das Abbild der Fertigungsanlage in die virtuelle Welt zu spiegeln, dann haben wir den Digital Twin of Product, Process and Factory. Ideen und Konzepte, die wir seit Jahren verfolgen wie Shift Left können dann realisiert werden, um alle möglichen Probleme früh im Prozess zu lösen und möglichst „Right First Time“ die Fertigung zu starten.

Auch das Konzept des „Closed Loop Manufacturing und Closed Loop Quality” können durch einen intelligenten Digitalen Zwilling eine lernende Fertigung ermöglichen und dabei helfen, einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess entlang der kompletten Prozesskette zu realisieren.
 

Vielen Dank, Herr Grünewald. Wir sind gespannt, welche Fahnenmast-Idee Sie zusammen mit Herrn Hauck auswählen werden.
 

Elon Musk konnten wir so kurzfristig nicht mit der Mars-Challenge erreichen und als letztes Jury-Mitglied gewinnen, aber wer weiß, vielleicht überzeugt ihn der fertige Mars-Fahnenmast!

Als Betreuerin und Vertretung der Teilnehmer wird Martina Weik, von der JANUS Engineering AG, die Jury bei ihrer Arbeit begleiten.

Martina Weik


Martina Weik
Marketing Managerin, JANUS Engineering AG

„Ich freue mich darauf, die Arbeit der Jury und die Auswahl des finalen Fahnenmastes begleiten zu dürfen. Ich selbst war während der Entwicklungsphase im engen Austausch mit den Teilnehmern und habe die Ideenfindung miterlebt. Ich habe mitbekommen, wie viele Gedanken sich die Teilnehmer gemacht haben und wie die Ideen Gestalt angenommen haben. Mir persönlich würde es sehr schwerfallen, zwischen den eingesendeten Ideen eine auszuwählen. Daher bin ich erleichtert, dass dies Herr Hauck und Herr Grünewald übernehmen und mit einer objektiven Sicht den finalen Fahnenmast auswählen werden.“

 

Auswahl und Fertigung des Fahnenmastes werden ein Abenteuer. Eine Reise, die Sie Station für Station mitverfolgen können.